Finn Dochhan

UX, Web & Grafik Design

eco:logy App

Eine interaktive Simulation für Stadtplaner und Bürgermeister, mit deren Hilfe die Versorgung einer Stadt aus 100% erneuerbaren Energien simuliert werden kann.

Deutschland kann im Jahr 2050 zu hundert Prozent klimaschonend mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden

– Prof. Dr. Martin Faulstich, Vorsitzender Sachverständigenrat für Umweltfragen

eco:logy App

Projektziel, Strategie & Nutzerbenefit

eco:logy ist eine App, die im Sommersemester 2011 während meines Digital Media Studiums an der Hochschule Darmstadt entstanden ist. Die Aufgabe in dem entsprechenden Kurs bestand darin, eine interaktive Simulation zu einem Thema aus dem Bereich der Naturwissenschaften zu konzipieren und umzusetzen.

In einem Team von 3 Studierenden entstand dann die Idee, die App eco:logy zu entwickeln. Während der Recherche stellte sich heraus, dass eine der größten Herausforderungen darin bestehen würde, die Komplexität des Themas "Erneuerbare Energien" soweit zu Vereinfachen, dass auch Personen sie sinnvoll verwenden können, die nicht über ein breites Expertenwissen verfügen. Bürgermeister und Stadtplaner, für die das Thema eine Rolle spielt, sollen mit eco:logy die Möglichkeit haben, sich innerhalb kürzester Zeit einen groben Überblick über für Ihre Fläche nutzbare Energiequellen und die damit verbunden Kosten zu verschaffen.

Das Team bestand aus einem Spezialisten für visuelles Design, einem Entwickler und mir. Ich habe dabei als Schnittstelle zwischen beiden Disziplinen fungiert und war vor allem für das Interaktionsdesign und die User Experience insgesamt zuständig, sowie für spezielle Programmieraufgaben.

Konzept & Umsetzung

Die Zielplattform ist jeglicher Office-PC, da diese in den meisten Büros Verwendung finden. Die Bedienung der App erfolgt über Tastatur und Maus. Eine Verwendung mit touch-fähigen Geräten ist im Prototyp zunächst vorgesehen, jedoch mit ein paar kleineren Anpassungen des User Interfaces auch möglich.

Der grundsätzlich Aufbau der App ist an die übliche Breitbild-Darstellung von (PC-)Monitoren orientiert. Dabei wird zwischen 3 Bereichen unterschieden: Information, Einstellungen und Aktionen. Im Informationsbereich werden lediglich Inahlte abgebildet, die beiden anderen Bereiche stehen dem Benutzer als Bedienoberfläche zur Verfügung. Dabei entsteht ein Kreislauf (Userflow): Anhand der dargebotenen Informationen kann der Benutzer zunächst Einstellungen vornehmen und anschließend - ausgelöst/freigeschaltet durch seine Einstellungen - Aktionen auf der Aktionsfläche vornehmen. Diese Aktionen beeinflussen wiederum die Informationen in Echtzeit, so dass der Benutzer anhand der neuen Informationen wiederum die Einstellungen anpassen kann, und zwar so lange, bis er die gewünschten Ergebnisse erreicht hat.

Aufteilung des Screens in 3 Bereiche und Userflow

Der Aufbau und die Anordnung der Inhalts- und Navigationselemente wurde zunächst statisch auf Papier skizziert, in einem weiteren Schritt als digitale Wireframes erstellt und angepasst und anschließend in einem Clickdummy umgesetzt und getestet.

Erstes Testen der Anordnung der Inhalte auf Papier

Digitalisieren und Verfeinern der Wireframes

Ein Clickdummy ermöglicht das Testen von Animationen und Transitions

Prototyp

Der entwickelte Prototyp stellt bereits alle wichtigen Kernfunktionen bereit:

Eingabe der Daten beim ersten Start der App

Ansicht der App mit ausgeklapptem Einstellungsmenü

Ansicht der App mit eingeklapptem Einstellungsmenü

Fazit

Wie anfangs dargelegt, war das Ziel, das Testen eines sehr komplexen und umfangreichen Anliegens in einer möglichst einfachen und leicht nachvollziehbaren Simulation zu ermöglichen. Dieser Vereinfachung ist auch die beschränkte Auswahl von nur fünf Energiequellen geschuldet. Auch die Einstellungsmöglichkeiten pro Energiequelle sind auf ein Minimum reduziert und in der Realität weitaus komplexer. Der Prototyp konnte insgesamt als proof-of-concept überzeugen. Um ihn in eine alltagstaugliche App zu verwandeln, müsste eine enge inhaltliche Zusammenarbeit mit entsprechenden Experten für Erneuerbare Energien stattfinden. Außerdem wäre ein ausführliches Testing mit der Zielgruppe erforderlich. Eine mögliche Erweiterung könnte in der Zusammenarbeit mit Kraftwerksherstellern oder Energielieferanten bestehen, die ihre konkreten Produkte an die App anbinden könnten.

 

Kunde
Studienprojekt

Jahr
2011

Leistungen
Mitarbeit an der Idee (33%)
Mitarbeit am Konzept (33%)
Mitarbeit an der Informationsarchitektur (50%)
Mitarbeit am Interaktionsdesign (50%)
Mitarbeit am Interface- & Navigationsdesign (50%)
MXML- & ActionScript-Programmierung (50%)
Animationen & Transitions (100%)
Mitarbeit am visuellen Design (50%)
Präsentation (33%)